Formulierung Hypothese nur teilweise bestätigt

Fragen, die sich auf kein spezielles Verfahren beziehen.

Re: Formulierung Hypothese nur teilweise bestätigt

Beitragvon ANTOVA » Fr 12. Jul 2019, 10:28

ich stelle mal meinen groben Aufbau dar. Es geht hierbei um die Wirkung von Produktplatzierung in Computerspielen. Hierbei fahren die Probenarbeit entweder : einen Mercedes gla in dem Spiel, einen Silberpfeil oder, als Kontrollgruppe ein Auto ohne Produktplatzierung. Am Ende wird in einen Fragebogen die Bewertung der Mercedes Autos abgefragt (GLA und silberpfeil) sowie die markenpräferenz mit den beiden Messmethoden. Bei der ersten Methode werden mehrere items zu einer Skala (als als intervallsakliert behandelt). Dass die Präferenzen anhand einer Skala etwas anderes ist, als in der Abwägung zu anderen Marken würde ich dann in der Diskussion absprechen. Prinzipiell sind aber auch die Vorraussetzungen der ersten Methode erfüllt. Nach dem Feedback meines Betreuers sollte ich wohl beide Methoden in die Ergebnisse reinbringen, es sei denn das wäre sehr abwägig ( weil ich ja der Hypothese mit einem Test zustimme mit einem anderen nicht). H1 wäre: Leute, die mir einer produktplatzierung fahren, bewerten ihr gefahrenes Produkt signifikant besser, als Personen die ohne pp fahren (deshalb t-Test zwischen Bewertung gla der gla Spieler und KG und Bewertung der Silberpfeil Spieler mir KG).
H2: Personen die mit einer Produktplatzierung fahren, bewerten die Marke der Produktplatzierung besser als die KG

Vielen Dank für die Hilfe!
ANTOVA
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Re: Formulierung Hypothese nur teilweise bestätigt

Beitragvon PonderStibbons » Fr 12. Jul 2019, 12:23

Die beiden verschiedenen Messmethoden so in der Hypothesenformulierung und Interpretation
auseinanderzuhalten, erscheint (mir) sinnvoll.

Warum man 2 verschiedene experimentelle Versuchsbedingungen (GLA und Silberpfeil) neben
der Kontrollbedingung schafft, diese dann aber bei der Analyse in einen Topf wirft, leuchtet mir
allerdings nicht ganz ein.

Mit freundlichen Grüßen

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Re: Formulierung Hypothese nur teilweise bestätigt

Beitragvon ANTOVA » Fr 12. Jul 2019, 13:26

Der Grund hierfür ist, dass es einerseits einen priming Effekt gibt (also beide Produktplatzierungsgruppen ihren Produkt danach besser bewerten sollen) dies ist die erste Grundlage der Theorie. Allerdings sollte laut einer weiterführenden Theorie die Stärke des Priming Effekts durch visuelle Dinge verstärkt werden. Kurz gesagt soll der Gla zu einer höheren markenpräferenz zb führen, als der Silberpfeil (wegen seiner visuellen Gegebenheiten). Deshalb habe ich nicht nur eine Produktplatzierungsgruppe. Ich werfe zu Beginn beide in einen Topf, weil alleine das Priming zunächst zu einer besseren Präferenz oder Bewertung führen sollte. Danach untersuche ich die Präferenzen untereinander (also zwischen gla und Silberpfeil) um also zu prüfen, ob eine Produktplatzierung im Endeffekt „effektiver“ ist.
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