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ANOVA mit Messwiederholung mit Aufnahme einer Kovariate

BeitragVerfasst: Mi 10. Nov 2021, 13:36
von lara299214
Guten Tag,
ich untersuche die Effekte eines Anti-Stress-Trainings auf das Stresslevel zu 3 Messzeitpunkten (Prä, Post, Follow-Up). Die ANOVA mit Messwiederholung in SPSS rechne zeigt sich eine signifikante Reduktion des Stresslevels von T1 zu T2 und von T1 zu T3. Nun möchte ich schauen, ob/wie die Variable "Stress durch Coronabelastung vor dem Training" diesen Effekt beeinflussen.

Wenn ich diese Variable als Kovariate aufnehme, wird im SPSS Output unter "Test der Innersubjekteffekte" der Effekt des Messzeitpunkts nicht signifikant und die Interaktion zwischen Messzeitpunkt und Kovariate ist auch nicht signifikant (also nichts ist signifikant). Bedeutet dies nun, dass meine Kovariate die Veränderung des Stresslevels nicht signifikant beeinflusst? Und lese ich das aus dem Effekt des Messzeitpunkts oder aus der Interaktion zwischen Messzeitpunkt und Kovariate ab? Müsste nicht der Effekt des Messzeitpunkts signifikant bleiben, wenn ich eine nicht signifikante Kovariate im Modell dabei habe?

Vielen Dank für die Hilfe!

Re: ANOVA mit Messwiederholung mit Aufnahme einer Kovariate

BeitragVerfasst: Mi 10. Nov 2021, 17:41
von strukturmarionette
Hi,

- vielleicht besser zunächst die konkreten Stichprobenbeschreibungen und die SPSS-Variablenbeschreibung und die Ausgaben deiner SPSS-Berechnungen ins SPSS-Forum posten

Gruß
S.

Re: ANOVA mit Messwiederholung mit Aufnahme einer Kovariate

BeitragVerfasst: Mi 10. Nov 2021, 21:26
von PonderStibbons
lara299214 hat geschrieben:Guten Tag,
ich untersuche die Effekte eines Anti-Stress-Trainings auf das Stresslevel zu 3 Messzeitpunkten (Prä, Post, Follow-Up).

Obacht. Du untersuchst, wie sich der Stresslevel der Trainingsgruppe im Zeitverlauf ändert.
Etwaige Veränderungen können Resultat von Regressionseffekten, natürlichem Verlauf,
Placebo-Effekten etc. sein. Ohne Kontrollgruppe ist die Formulierung "Effekte auf" nicht adäquat.
Die ANOVA mit Messwiederholung in SPSS rechne zeigt sich eine signifikante Reduktion des Stresslevels von T1 zu T2 und von T1 zu T3.

Vergleich von Faktorstufen durch lineare Kontraste? Durch post-hoc-Tests?
Nun möchte ich schauen, ob/wie die Variable "Stress durch Coronabelastung vor dem Training" diesen Effekt beeinflussen.
Wenn ich diese Variable als Kovariate aufnehme, wird im SPSS Output unter "Test der Innersubjekteffekte" der Effekt des Messzeitpunkts nicht signifikant und die Interaktion zwischen Messzeitpunkt und Kovariate ist auch nicht signifikant (also nichts ist signifikant).

Was heißt "nicht signifinkant". p=0,050? p=0,99? Und wie groß ist überhaupt die Stichprobe?
Bedeutet dies nun, dass meine Kovariate die Veränderung des Stresslevels nicht signifikant beeinflusst?

Man könnte aufgrund des Testergebnisses für die Interaktion sagen, die Veränderung des Stresslevels ist nicht statistisch signifikant
assoziiert mit der Variable "Stress durch Coronabelastung", ja.
Und lese ich das aus dem Effekt des Messzeitpunkts oder aus der Interaktion zwischen Messzeitpunkt und Kovariate ab? Müsste nicht der Effekt des Messzeitpunkts signifikant bleiben, wenn ich eine nicht signifikante Kovariate im Modell dabei habe?

Die Kovariate ändert etwas am Modell, was sich auf den Test des Haupteffektes auswirkt.

Mit freundlichen Grüßen

PonderStibbons