Einfaktorielle MANOVA

Fragen, die sich auf kein spezielles Verfahren beziehen.

Einfaktorielle MANOVA

Beitragvon HannahStatistikHilfe13579 » Sa 7. Dez 2019, 17:39

Hallo ihr Lieben,
ich schreibe meine Masterarbeit über „Die Gründe für das Eingehen nicht-monogamer Beziehungen“ und komme gerade mit der Auswertung nicht weiter, vielleicht könnt ihr mir helfen? Ich habe einen Fragebogen entwickelt und mittels einer Exploratorischen Faktorenanalyse 5 Gründe für das Eingehen nicht-monogamer Beziehungen herausgefunden. In einem zweiten Schritt führe ich eine multivariante Varianzanalyse mit der Beziehungsform (offene Beziehung vs. polyamoröse Beziehung) als unabhängige Variable und den fünf Gründen für das Eingehen nicht-monogamer Beziehungen als abhängige Variablen durchführen (danach folgt dann im dritten Schritt noch eine Diskriminanzanalyse). Jetzt stehe ich vor dem Problem, dass meine Voraussetzung für die MANOVA nicht gegeben sind: Die Varianz-Kovarianz-Matrizen sind heterogen (Box-Test auf Gleichheit der Kovarianzenmatrizen wird signifikant, p = .002) und nur 2 der 5 Gründe werden im Levene-Test signifikant. Kann ich meine MANOVA aufgrund der fehlenden Varianzhomogenität jetzt nicht berechnen? Oder kennt ihr eine Alternative? Ich habe bereits versucht, VPNs zu entfernen, um eine Gleichbesetzung der Zellen sicherzustellen (da meine Gruppen relativ ungleich verteilt sind: N1= 315, N2=174). Aufgrund des zentralen Grenzwerttheorems sollte die NV jedoch eh gegeben sein. Das war aber – genauso wie eine logarithmische Transformation der AVs – erfolglos. Habt ihr eine Idee, wie ich verfahren soll? Ich wäre euch super dankbar für jeden Tipp! Ich danke euch für eure Hilfe!!!
Ein schönes Wochenende euch, Hannah
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Re: Einfaktorielle MANOVA

Beitragvon PonderStibbons » Sa 7. Dez 2019, 19:19

mittels einer Exploratorischen Faktorenanalyse 5 Gründe für das Eingehen nicht-monogamer Beziehungen herausgefunden.

Was war das, eine Faktorenanalyse mit orthogonaler Rotation?
In einem zweiten Schritt führe ich eine multivariante Varianzanalyse mit der Beziehungsform (offene Beziehung vs. polyamoröse Beziehung) als unabhängige Variable und den fünf Gründen für das Eingehen nicht-monogamer Beziehungen als abhängige Variablen durchführen

Am selben Datensatz?

In welcher Form liegen die 5 Variablen vor, wie werden sie gemessen?

Falls die 5 abhängigen Variablen orthogonal (unkorreliert) sind, dann wäre eine MANOVA unangebracht.

Mit freundlichen Grüßen

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Re: Einfaktorielle MANOVA

Beitragvon HannahStatistikHilfe13579 » So 8. Dez 2019, 01:00

Hallo PonderStibbons, vielen Dank für deine Nachricht :)

1. Ich habe eine Hauptachsenanalyse mit Promax-Rotation (oblique) durchgeführt, daran kann es eigentlich nicht liegen oder?
2. Genau, der Datensatz war derselbe
3. Die 5 Variablen (also den 5 Gründe) wurde jeweils zugestimmt z.B. 1=Ich bin meine Beziehung nicht aus sexuellen Gründen eingegangen bis 5=Ihc bin meine Beziehung aus sexuellen Gründen eingegangen (mit jeweiligen Unterstufen: eher nicht, teilweise, eher)

Habe ich da was falsch gemacht?
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Re: Einfaktorielle MANOVA

Beitragvon strukturmarionette » So 8. Dez 2019, 04:35

Hi,

Ich habe einen Fragebogen entwickelt

- wie?
- deinen Vertextungen nach wird (werden) UV(s) und AV(s) bei Deinen multivariaten statistischen Procederes verwechselt.

Gruß
S.
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Re: Einfaktorielle MANOVA

Beitragvon PonderStibbons » Mo 9. Dez 2019, 15:45

HannahStatistikHilfe13579 hat geschrieben:3. Die 5 Variablen (also den 5 Gründe) wurde jeweils zugestimmt z.B. 1=Ich bin meine Beziehung nicht aus sexuellen Gründen eingegangen bis 5=Ihc bin meine Beziehung aus sexuellen Gründen eingegangen (mit jeweiligen Unterstufen: eher nicht, teilweise, eher)

Wie sich das aus der Faktorenanalyse ergeben hat, kann ich jetzt leider nicht nachvollziehen,
aber anscheinend hast Du nun 5 Items mit ordinalskalierter Antwortskala. Da wären 5 U-Tests
eine Möglichkeit.

Mit freundlichen Grüßen

PonderStibbons
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