Hallo,
ich befinde mich auf der Zielgeraden meiner Masterarbeit mit Studiendesign Quasi-Experiment, Pretest-Posttest mit Kontrollgruppe und bin sehr verunsichert in der Argumentation meiner Ergebnisse. Leider ist meine Stichprobe sehr klein (n=22), wodurch alle gerichteten Hypothesen fast schon automatisch abgelehnt werden. Meine deskriptive Statistik besagt jedoch eine deutliche Steigerung, auch wenn diese aufgrund der kleinen Stichprobe (und noch ein paar anderer Aspekte) nicht statistisch signifikant ist. Meine bisherige Argumentation war, dass alle Hypothesen abgelehnt werden, ABER, dass das ja trotzdem deskriptiv ganz gut aussieht. Jetzt habe ich von einer Freundin, die in der Forschung arbeitet (qualitativer Schwerpunkt jedoch) das Feedback bekommen, dass ich meine Erkenntnisse nicht so unter Wert verkaufen soll und die Hypothesen doch so formulieren soll, dass es gar nicht um die Signifikanz geht (z.B. anstatt "signifikant größer" nur "größer" schreiben). Geht das überhaupt oder wird damit das Prinzip der Hypothese gänzlich untergraben und ich begehe eher einen methodischen Fehler?
Wäre es z.B. ein Kompromiss, die Hypothesen basierend auf den deskriptiven Ergebnissen zu bewerten und anschließend mittels Inferenzstatistik separat auf statistische Signifikanz zu prüfen?
Danke für euer Feedback!
LG, Hanna




