Prozentuale Erhöhung

Prozentuale Erhöhung

Beitragvon lisaholzbbb » Sa 4. Jul 2020, 15:02

Hallo allerseits,

ich schreibe gerade Masterarbeit in Psychologie. Ich habe eine Treatmentgruppe und eine Placebogruppe. Stress wird jeweils vor und nach dem Treatment sowie vor und nach dem Placebo gemessen.
Ich muss jetzt eine erfolgreiche Stressinduktion bei der Treatmentgruppe nachweisen. Normalerweise gilt in der Psychologie häufig das Kriterium von einer 50% Erhöhung, was ich auch angewandt hätte. Also beispielsweise wenn jemand zuvor 40 und danach ein Stresslevel von 60 aufweist, wurde der Stress um 50% erhöht und er gilt als Responder.
Leider funktioniert dies bei mir nicht, weil ich viele Probanden habe die zuvor ein Stresslevel von 0 aufweisen. Die haben dann ja eine unendliche Erhöhung...
Gibt es alternative Ideen, wie ich nachweisen könnte, dass die Induktion von Stress im Treatment funktioniert hat? Irgendwelche Cut-offs? Differenzen bilden Prä/post und prozentual verrechnen oder wie auch immer?

LG und danke für all eure Ideen,
Lisa
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Re: Prozentuale Erhöhung

Beitragvon PonderStibbons » Sa 4. Jul 2020, 15:30

Wieso steht das bei Faktorenanayse?
Normalerweise gilt in der Psychologie häufig das Kriterium von einer 50% Erhöhung, was ich auch angewandt hätte. Also beispielsweise wenn jemand zuvor 40 und danach ein Stresslevel von 60 aufweist, wurde der Stress um 50% erhöht und er gilt als Responder.

Das ergibt doch wenig Sinn? Selbst wenn man behauptet, dass man Stress
rationalskaliert messen kann und nicht nur intervallskaliert, wäre eine
Erhöhung von 1 auf 3 (um 200% erhöht) nach dieser Regel relevanter als
eine von 20 auf 50 (um 150%).
Leider funktioniert dies bei mir nicht, weil ich viele Probanden habe die zuvor ein Stresslevel von 0 aufweisen. Die haben dann ja eine unendliche Erhöhung...
Gibt es alternative Ideen, wie ich nachweisen könnte, dass die Induktion von Stress im Treatment funktioniert hat?

Ich weiß nicht, ob das eine statistische Frage ist. Eher eine substanzwissenschaftliche
und an Deinen Betreuer zu richten. Oder an die Referenzliteratur.
Minimal sollte eine Erhöhung erreicht werden, die zuverlässig von Veränderungen
zu unterscheiden ist, wie sie ohne weiteres aufgrund der nicht 100%igen Reliabilität
des Messinstrumentes zu erwarten ist (vgl. "clinical significance" nach Jacobson und
Truax).

Mit freundlichen Grüßen

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Re: Prozentuale Erhöhung

Beitragvon PonderStibbons » So 5. Jul 2020, 14:15

siehe auch hier
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