Chi² Anpassungstest oder Chi² Unabhängigkeitstest in Excel

Chi² Anpassungstest oder Chi² Unabhängigkeitstest in Excel

Beitragvon Ilona00 » Sa 14. Apr 2018, 16:31

Hallo Zusammen,

erst einmal: Ich bin totaler Statistik-Anfänger und hatte auch noch nie eine solche Vorlesung o.ä. und muss jetzt Statistik für meine Bachelorarbeit anwenden. Ich muss eigentlich nur prüfen, ob mein Ergebnis zufällig entstanden ist oder nicht. Also die Signifikanz. Mein Prof hat mir vorgeschlagen, ich sollte es mit Excel machen, da die Zeit nicht mehr reicht mich in R oder SPSS einzuarbeiten.

Zu der Datenerhebung: Ich habe A/B-Tests auf Social Media Kanäle geschalten und muss die Ergebnisse nun auf Signifikanz prüfen. Die Werte sind sehr gering, teilweise unter 5 und es sind auch keine klassischen Häufigkeiten/Beobachtungen sondern einfach nur die Interaktionsrate in Prozent (Dezimalzahl)

Um die Signifikanz zu prüfen, habe ich pro A/B-Test eine Kreuztabelle verwendet, die für den Chi²-Anpassungstest. Etwa so dargestellt (soll eine Tabelle sein):
------------------------------- A ------------------- B
h1 beobachtete werte= ---3,75-----------------4,5
h0 erwartete werte= -------6 ---------------------6

Meine Hypothese dazu:

H1: A generiert eine höhere Interaktionsrate als B
H0: A und B generieren eine gleich hohe Interaktionsrate

Bis gerade war mir nicht bewusst, dass es unterschiedliche Chi²-Tests gibt und ich habe mit einem Excel Makro XLSTAT mit dem Test Kontingenzanalyse/ Chi² (ich hoffe das kennt jemand von euch??) die nötigen Werte ausgerechnet, bis mir aufgefallen ist, dass diese Kontingenzanalyse im Makro ein Chi²-Unabhängigkeitstest ist. Die niedrigeren Werte (unter 5) habe ich mit dem Fisher's exakt Test berechnet.

Jetzt die Frage: Kann ich mit diesem Chi² Unabhängigkeitstest auch prüfen, ob meine Ergebnisse nicht zufällig entstanden sind und auf die Grundgesamtheit übertragbar sind? Oder geht das nur mit dem Anpassungstest? Wenn es nur mit dem Anpassungstest geht, weiß jemand eine Testfunktion in Excel oder auch mit dem Excel Makro, den ich verwenden kann (auch bei den niedrigen Werten)?

Ich hoffe mir kann jemand weiterhelfen, ich bin am Rande der Verzweiflung :( :( .
Ilona00
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Re: Chi² Anpassungstest oder Chi² Unabhängigkeitstest in Exc

Beitragvon strukturmarionette » So 15. Apr 2018, 01:05

Hi,

Zu der Datenerhebung: Ich habe A/B-Tests auf Social Media Kanäle geschalten

- ?

Gruß
S.
strukturmarionette
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Re: Chi² Anpassungstest oder Chi² Unabhängigkeitstest in Exc

Beitragvon Ilona00 » So 15. Apr 2018, 12:58

strukturmarionette hat geschrieben:Hi,

Zu der Datenerhebung: Ich habe A/B-Tests auf Social Media Kanäle geschalten

- ?

Gruß
S.


Hallo S.,

Damit meinte ich, dass ich meine Daten durch Social Media Anzeigen erhalten habe. Ich habe pro Anzeige eine A, B und teilweise eine C Version gehabt und davon jeweils eine Dezimalzahl erhalten (die Interaktionsrate). Es sind sehr wenige Daten und untypisch für die Statisik, weswegen ich Probleme habe, den richtigen Test zu finden um die Signifikanz zu prüfen.

Liebe Grüße
Ilona00
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Re: Chi² Anpassungstest oder Chi² Unabhängigkeitstest in Exc

Beitragvon PonderStibbons » Mo 16. Apr 2018, 10:25

Um die Signifikanz zu prüfen, habe ich pro A/B-Test eine Kreuztabelle verwendet, die für den Chi²-Anpassungstest. Etwa so dargestellt (soll eine Tabelle sein):
------------------------------- A ------------------- B
h1 beobachtete werte= ---3,75-----------------4,5
h0 erwartete werte= -------6 ---------------------6

Was stellt das dar - A hat eine "Reaktionsrate" von 3,75%, B von 4,5%? Ist das Anteil Reagierender an allen Probanden in Bedingung A bzw. B?

Wo kommt die erwartete Rate von 6% her, die müsste (3,75+4,5)/2 sein?

Generell gesprochen: Tests benötigen auf jeden Fall die Stichprobengrößen, nur mit Angaben zu Raten geht das nicht. Es dürfte einleuchten, dass ein Vergleich der Raten basierend auf 10000 Probanden mehr Evidenz hat als ein Vergleich basierend auf 30 Teilnehmern.

Und falls es sich tatsächlich um Raten handelt, dann hat "erwartete (!) Anzahl in einer Zelle > 5" damit doch gar nichts zu tun, da geht es um eine Anzahl, nicht um einen %-Anteil. Falls Du die Zahl der Probanden in jeder Bedingung hast, dann ist die Zahl der Reagierenden verss nicht Reagierenden leicht auszurechnen.

Ich hoffe mir kann jemand weiterhelfen, ich bin am Rande der Verzweiflung

Ja, das ist manchmal verbreitet https://tinyurl.com/y72tdqf7

Mit freundlichen Grüßen

PonderStibbons
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