Faktorenanalyse bei Prä-Post Daten

Faktorenanalyse bei Prä-Post Daten

Beitragvon lindis » Do 1. Nov 2018, 15:49

Hi,
ich habe einen vorliegenden Datensatz, bei dem die Stichprobe sehr homogen ist. Es handelt sich um ca. 25 Befragte.
Nun wurde ich vom zuständigen Prof darauf hingewiesen eine Faktorenanalyse vorzunehmen, bevor ich weitere Schritte mache.
Problem hierbei ist allerdings, dass ich ein Prä-Post-Design habe und natürlich in den zwei Messzeitpunkten unterschiedliche Faktorenzusammensetzungen erhalte.
Was würdet ihr machen?
Beste Grüße,
lindis
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Re: Faktorenanalyse bei Prä-Post Daten

Beitragvon PonderStibbons » Do 1. Nov 2018, 16:11

ich habe einen vorliegenden Datensatz, bei dem die Stichprobe sehr homogen ist.

Was meinst du damit?
Nun wurde ich vom zuständigen Prof darauf hingewiesen eine Faktorenanalyse vorzunehmen, bevor ich weitere Schritte mache.

Mit wie vielen und was für Variablen?
Und welcher Typ Faktorenanalyse?
Oder ist gemeint Hauptkomponentenanalyse?
Ist dem Professor bewusst, dass mit n=25 eine sinnvolle Faktorenanalyse in aller Regel gar nicht möglich ist?
Problem hierbei ist allerdings, dass ich ein Prä-Post-Design habe und natürlich in den zwei Messzeitpunkten unterschiedliche Faktorenzusammensetzungen erhalte.

Inwiefern ist das natürlich so?
Was würdet ihr machen?

Wie genau lautete der Auftrag seitens Deines Betreuers?

Mit freundlichen Grüßen

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Re: Faktorenanalyse bei Prä-Post Daten

Beitragvon lindis » Do 1. Nov 2018, 16:20

Also meine Stichprobe ist insofern homogen, als dass es alles Studierende aus dem gleichen Matrikel und gleichem Studiengang sind.
Die einzelnen Itembatterien umfassen so in etwa 10-15 Items.
Diese würde ich halt mit einer explorativen Faktorenanalyse gerne strukturieren.
Problem ist jedoch, dass diese explorative Faktorenanalyse bei den Post-Daten komplett andere Faktorenzuordnungen ermittelt.

Das "natürlich" war sicherlich an der Stelle sinnlos ;-)

Der Auftrag in diesem Vorhaben ist für mich bislang schwierig zu greifen, da meine Vorgängerin weder konkrete Hypothesen noch Fragestellungen zu dem Fragebogen erstellt hat. Es ist vielmehr ein Sammelsurium aus verschiedenen Fragebögen. Daher würde ich nun vor einer Reliabilitätsprüfung eine Faktorenanalyse machen, da ich ansonsten nur "gefühlte" Gruppenzuordnungen vornehmen könnte.
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Re: Faktorenanalyse bei Prä-Post Daten

Beitragvon PonderStibbons » Do 1. Nov 2018, 18:51

Also meine Stichprobe ist insofern homogen, als dass es alles Studierende aus dem gleichen Matrikel und gleichem Studiengang sind.

Ah so. Ich weiß jetzt allerdings nicht, inwiefern das eine Faktorenenalyse begründen sollte.
Die einzelnen Itembatterien umfassen so in etwa 10-15 Items.

Problem ist jedoch, dass diese explorative Faktorenanalyse bei den Post-Daten komplett andere Faktorenzuordnungen ermittelt.

Mehrere Itembatterien mit 10-15 Items bei n=25, das passt nicht.
Wenn z.B. 50 Items vorliegen, dann ist die Basis der Analyse eine Korrelationsmatrix mit 1225 Korrelationen,
dies bei n=25 und einem entsprechend großen Standardfehler der Schätzungen. Da ist eine instabile
Lösung keine Überraschung.
Der Auftrag in diesem Vorhaben ist für mich bislang schwierig zu greifen, da meine Vorgängerin weder konkrete Hypothesen noch Fragestellungen zu dem Fragebogen erstellt hat. Es ist vielmehr ein Sammelsurium aus verschiedenen Fragebögen. Daher würde ich nun vor einer Reliabilitätsprüfung eine Faktorenanalyse machen, da ich ansonsten nur "gefühlte" Gruppenzuordnungen vornehmen könnte.

Dann nimm doch die Fragebögen so wie sie sind? Statt sie durcheinanderzuwerfen,
um eine (leider) abstrus erscheinende Faktorenanalyse darüber laufen zu lassen.
Sonst wird aus einem Sammelsurium mutmaßlich validierter Messverfahren ein
Chaos instabiler Faktoren.

Mit freundlichen Grüßen

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