zwei unterschiedliche Cronbachs alpha für RCI

zwei unterschiedliche Cronbachs alpha für RCI

Beitragvon lisa23 » Fr 22. Apr 2022, 14:37

Hallo zusammen

Für meine Masterarbeit will ich gerne den Reliable Change Index berechnen, um eine Veränderung von Prä zu Postmessung festzustellen.
Mein Messinstrument hat leider keine Reliabilitätswerte. Deswegen habe ich mit meinen Daten das Cronbachs Alpha berechnet.
Nun habe ich folgendes Problem:
Das Cronbach Alpha für die Skala mit meinen Daten aus der Prämessung ist: 0.68.
Das Cronbach Alpha für die Skala mit meinen Daten aus der Postmessung ist: 0.82

Für die Berechnung des RCI brauche ich einen Wert. Kann mir jemand weiterhelfen, wie man mit zwei unterschiedlichen Werten für das Cronbachs Alpha fortfahren kann/sollte bzw. welcher Wert genommen werden sollte?
Ich danke schon im Voraus für die Rückmeldung und eure Hilfe!

lg Lisa
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Re: zwei unterschiedliche Cronbachs alpha für RCI

Beitragvon PonderStibbons » Fr 22. Apr 2022, 15:17

Verwende Guttmann, nicht alpha. Der Logik von RCI folgend, würde man
dann wohl die geschätzte Reliabilität der Ausgangsmessung nehmen.

Oder, wenn nicht anzunehmen ist, dass die Position der Individuen relativ
zueinander sich über die Zeit ändert, berechne die Retest-Reliabilität.

Wie groß ist die Stichprobe, wie viele Items sind es, was wird damit gemessen?

Mit freundlichen Grüßen

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Re: zwei unterschiedliche Cronbachs alpha für RCI

Beitragvon lisa23 » Fr 22. Apr 2022, 15:26

Okay super. Vielen Dank für den Tipp.
Also verstehe ich dich richtig, du meinst die Split Half Reliabiltät der Skala mit den Daten der Prämessung?

Die Personen durchlaufen eine Intervention, deswegen ist anzunehmen, dass sie sich zum Postzeitpunkt verändern.
Meine Stichprobe setzt sich aus 78 Personen zusammen und bei der Skala handelt es sich um eine Kurzversion von 9 Items der UCLA Loneliness Scale. Es wird damit also die Einsamkeit gemessen.
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Re: zwei unterschiedliche Cronbachs alpha für RCI

Beitragvon PonderStibbons » Fr 22. Apr 2022, 16:16

Die Personen durchlaufen eine Intervention, deswegen ist anzunehmen, dass sie sich zum Postzeitpunkt verändern.

Das ist nicht der springende Punkt. Die Frage ist, ob sie sich unterschiedlich verändern.
Die Retest-Korrelation der Wertereihe A=1, B=2, C=3 mit der Wertereihe A=11, B=12,
C=13 wäre rtt=1,0.

Aber ok, falls es eine Interventionsstudie ist, dann muss man annehmen, dass es
Subgruppen gibt, die sich mehr verändern als andere.
Meine Stichprobe setzt sich aus 78 Personen zusammen und bei der Skala handelt es sich um eine Kurzversion von 9 Items der UCLA Loneliness Scale. Es wird damit also die Einsamkeit gemessen.

Warum nicht die 8-Item-Kurzform? Eventuell könnte man rechtfertigen, die psychometrischen
Kennwerte aus Veröffentlichungen zu der englischen bzw.. den in weitere Sprachen übersetzen
ULS-8-Versionen zu verwenden.

Mit freundlichen Grüßen

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Re: zwei unterschiedliche Cronbachs alpha für RCI

Beitragvon lisa23 » Mi 27. Apr 2022, 15:55

Das ist nicht der springende Punkt. Die Frage ist, ob sie sich unterschiedlich verändern.
Die Retest-Korrelation der Wertereihe A=1, B=2, C=3 mit der Wertereihe A=11, B=12,
C=13 wäre rtt=1,0.

Ja, also tatsächlich ist es so, dass alle Personen, die ich in der Analyse habe die Intervention durchlaufen haben. Man kann also schon annehmen, dass sich alle Personen höchstwahrscheinlich ähnlich verändern werden.


Warum nicht die 8-Item-Kurzform? Eventuell könnte man rechtfertigen, die psychometrischen
Kennwerte aus Veröffentlichungen zu der englischen bzw.. den in weitere Sprachen übersetzen
ULS-8-Versionen zu verwenden.

Wenn ich die Studienleitung wäre, hätte ich wohl von Beginn an eine etabliertere Kurzform gewählt als die 9-item Skala. :-) Leider habe ich da jedoch keine Macht darüber und muss gezwungenermassen mit der 9 item Skala arbeiten.

Lieber Gruss
Lisa

Mit freundlichen Grüßen

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