Vergleich zweier nicht-normalverteilter Grundgesamtheiten

Vergleich zweier nicht-normalverteilter Grundgesamtheiten

Beitragvon BenSp » Di 23. Okt 2018, 15:07

Hi Leute,

bin gerade an einer Arbeit für die Uni und hab ein statistisches Problem - bin leider aus meinen Statistikunterlagen und der Internetsuche nicht ganz schlau geworden.

Folgendes Problem:
Ich hab die Daten einer Umfrage von Startup Unternehmen, bei der unter anderem nach der Höhe der bisherigen Finanzierung gefragt wird. Ich würde gerne Testen, ob sich aufgrund von verschiedenen Merkmalen des Unternehmens ein Unterschied in der Höhe der Finanzierung ergibt. Beispiel: Haben Startups aus der Branche Finanztechnologie unterschiedlich viel Kapital aufgestellt wie Startups aus der Branche Media?

Ich hab also Stichproben aus den Grundgesamtheiten "Finanztechnologie" und "Media" und möchte die Vergleichen - allerdings weiß ich nicht, mit welchem Testverfahren das am besten geht, weil - und so viel weiß ich schon - normalverteilt sind sie nicht.

Würd mich sehr über Hilfe freuen!

Danke & liebe Grüße,
Benedikt
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Re: Vergleich zweier nicht-normalverteilter Grundgesamtheite

Beitragvon PonderStibbons » Di 23. Okt 2018, 15:28

Kommt auf die Stichprobengrößen an.

Vor dem Testen wäre eine Inspektion der Stichprobendaten angezeigt.
Finanzdaten sind notorisch schief verteilt, weswegen ein Mittelwertvergleich
- selbst wenn formal zulässig - eventuell unzureichend ist. Ich würde mir einmal
die Box-und-Whisker-Plots und/oder Histogramme für die beiden Gruppen ansehen.

Mit freundlichen Grüßen

Pondertibbons
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Re: Vergleich zweier nicht-normalverteilter Grundgesamtheite

Beitragvon BenSp » Di 23. Okt 2018, 17:24

Danke sehr für die schnelle Antwort!

Die Stichprobengrößen sind leider sehr unterschiedlich, da ich viele verschiedene Merkmale untersuchen möchte. Gibt's eine allgemeine Daumenregel, wie groß die Stichprobe sein sollte?
BenSp
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Re: Vergleich zweier nicht-normalverteilter Grundgesamtheite

Beitragvon PonderStibbons » Mi 24. Okt 2018, 09:03

Der t-Test gilt als robust, wenn die Gesamtstichprobengröße n > 30 beträgt (Stichwort "zentraler
Grenzwertsatz").

Um mögliche unterschiedliche Varianzen zwischen den Gruppen zu berücksichtigen, sollte der
Welch-korrigierte t-Test verwendet werden.

Mit freundlichen Grüßen

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Re: Vergleich zweier nicht-normalverteilter Grundgesamtheite

Beitragvon bele » Mi 24. Okt 2018, 10:22

"ob sich aufgrund von verschiedenen Merkmalen des Unternehmens ein Unterschied in der Höhe der Finanzierung ergibt."

Das klingt eher nach einer multivaraten Analyse als nach einem t-Test.

"Ich hab also Stichproben aus den Grundgesamtheiten "Finanztechnologie" und "Media""

Mein Einwand ist hier jetzt nicht von Belang, aber jeder Test macht nur das, was er soll, wenn es sich um Zufalls- oder Quasizufallsstichproben handelt. Vielleicht für Deine Diskussion wichtig.
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